Der Großräschener Carneval – Club e.V. Rot – Weiß

Die Saat für die närrischen Umtriebe in Großräschen wurde bereits im Jahr 1978 gelegt. Der Rat der Stadt sowie der Club der Werktätigen beabsichtigten, eine alte Großräschener Tradition wiederzubeleben – den Karneval.
Einer der ersten Fürsprecher war der heutige Alterspräsident Peter Weiser gemeinsam mit Heidi Petermann, Helmut Heinze und Jürgen Hanske.




Diese gehörten damals diesem Club der Werktätigen an und entdeckten damit nicht nur eine Lücke im Kulturleben der Stadt sondern auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für viele junge Leute. Es gelang ihnen sehr schnell einen Elferrat sowie ein Prinzenpaar aufzustellen.
So wurde, wie oben genannt, 1979 der Großräschener Carneval – Club „Rot – Weiß“ gegründet. Der Schlachtruf „Räschen Helau !“ist seit dem nicht nur in Großräschen in aller Munde und wohlbekannt.
Die Kostüme wurden in den Nähstuben des Theaters der Bergarbeiter in Senftenberg (heute Neue Bühne Senftenberg) gefertigt, einige aus dessen Fundus ausgeliehen. Künstlerische Anleitung und Unterstützung erhielten die Narren ebenfalls von diesem Theater, und zwar vom Schauspieler Werner Johne.
Schon in der zweiten Session gab es die ersten Neuheiten:
Es tanzte erstmals eine Funkengarde und es spielte eine eigene Kapelle. Die Funken und die "Original Großräschener Straßenmusikanten" (langjähriger Leiter Dieter Wetzig) sorgten seitdem bei jeder Veranstaltung für einen Augen- und Ohrenschmaus.
Am 14.11.1986 vertrat der GCC den Kreis Senftenberg bei den "Tagen der Volkskunst" im Palast der Republik in Berlin. Dies war nicht nur eine große Ehre für den GCC sondern auch einer der ersten großen Höhepunkte der bisherigen Vereinsgeschichte. 
Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war die 10. Session 1988/ 89. Der GCC war mit diesem Jubiläum auch Ausrichter der Kreiskarnevalsschau. Viele Karnevalsvereine aus dem Alt-Kreis Senftenberg und der Umgebung nahmen an einem großen Umzug durch Großräschen teil. Das Abendprogramm wurde ebenfalls mit Beiträgen des GCC und der Gastvereine gestaltet.
Die Wende in der deutschen Geschichte ging auch nicht spurlos am GCC vorbei. Einige Mitglieder verließen uns "über Nacht".Auch die Gaststätte "Lausitz", das Stammhaus des GCC, stand aufgrund geschäftlicher Veränderungen nicht mehr zur Verfügung. Es wurden aber schnell andere Möglichkeiten gefunden, um in Großräschen Karneval feiern zu können.
Die Session 1998/99 brachte dem GCC – inzwischen "e.V." – einen weiteren Höhepunkt. Die Karnevalisten feierten das 20jährige Jubiläum. Wieder wurde ein Riesenumzug durch die Stadt organisiert, der von vielen befreundeten Karnevalsvereinen, Vereinen der Stadt und Musikkapellen in bunter Folge mitgestaltet wurden. Auf dem Marktplatz wurde bis in die späten Abendstunden im Festzelt weitergefeiert und im eigens für diese Veranstaltung hergerichteten "Kurmärker-Saal" fand die große Festveranstaltung statt. Große Unterstützung erhielt der Club dabei vom Schirmherren dieser Veranstaltung, Bürgermeister Thomas Zenker. 
Eine besondere Ehrung wurde bei dieser Jubiläumsgala dem Präsidenten Peter Weiser zu teil, er wurde mit dem Verdienstorden vom Bund Deutschen Karneval Köln in Silber ausgezeichnet, dieser wurde ihm in der 25. Session in Gold verliehen.
Der "Kurmärker" wurde wieder geschlossen und die nächsten Sessionen wurden wieder im Ortsteil Freienhufen in der Gaststätte "Zur Hoffnung" ausgerichtet.
Im Jahr 2004 wurde nach langer und aufwändiger Rekonstruktion der neue "Kurmärker-Saal" seiner Bestimmung übergeben. Mit diesem Haus fand der GCC e.V. nach vielen Jahren der Wanderschaft wieder eine Spielstätte in seiner Heimatstadt Großräschen. Dies verdanken die Räschener Narren auch dem unermüdlichen Einsatz vom Ehrenmitglied im Elferrat, dem Bürgermeister Thomas Zenker.
Im Laufe der Jahre wurde die Veranstaltungspalette des GCC ständig erweitert. Der Senioren- und Kinderkarneval waren von Anfang an Bestandteil einer jeden Veranstaltungskette.
In der 13. Session 1991/ 92 gab es eine Premiere der besonderen Art – den Karneval für behinderte Bürger des Landkreises.
Gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten, Carola Wolschke, wurde dieser ins Leben gerufen. Viele rieten uns von diesem "gewagten Experiment" ab, aber wir ließen uns nicht davon beirren. Der Erfolg gab uns schließlich recht. Zwischenzeitlich ist diese Veranstaltung eine feste Größe jeder Session. Am 05.02.2006 wurde zum 15. Mal mit uns liebgewonnenen Freunden in einem brechend vollen "Kurmärker-Saal in Großräschen dieser Behindertenkarneval gefeiert.
Auch auf viele Erfolge bei diversen Tanzturnieren kann der GCC e.V. mit Stolz zurückblicken. An vielen Veranstaltungen des Dachverbandes, dem Karnevalverband Lausitz e.V., nahm der Club teil, wie z.B. am großen Straßenumzug des KVL alljährlich in Cottbus, aktiv auch in der Fernsehgala "Heut’ steppt der Adler" in der Stadthalle Cottbus, bei den Turnieren des Männerballetts in Kolkwitz usw..
Trotz unterschiedlichster Schwierigkeiten hat sich der GCC immer weiter entwickelt. Minister kamen und gingen. Funken wuchsen aus ihren Kostümen heraus, mussten traurig Abschied nehmen. Die Prinzenpaare wurden begeistert aufgenommen und gaben nach kurzer oder längerer Regentschaft das Zepter an das nächste weiter. Zwei "Kämpfer" der ersten Stunde halten dem GCC nach wie vor aktiv die Treue: Der ehemalige Präsident und heutige Alterspräsident Peter Weiser sowie Minister Helmut Heinze. 
Auch nach dem vollzogenem Generationswechsel nach der 28. Session des GCC geht es in Großräschen närrisch weiter. Peter Weiser hat nach 28 Jahren erfolgreicher Präsidentschaft die Präsidentenkappe an den heutigen Präsidenten Maik Rätzel übergeben. Auch dieser hat es nicht allein durch die überragende Unterstützung des gesamten Vereins geschafft, den GCC weiterhin als einen der größten und erfolgreichsten Carnevalsvereine der Lausitz zu leiten.

Heute zählt der GCC e.V. annähernd 100 Mitglieder.
Das sind im einzelnen die Minifünkchen, die Kinderfunkengarde, die Juniorenfunken und die Funkengarde "Rot – Weiß". Des Weiteren tanzen das Funkenmariechen, die Großräschener Showgirls und das GCC-Männerballett. Die Spaßvögel sorgen für den Witz in jeder Session und die vor einigen Jahren neu formierten Großräschener Carnevalsmusikanten umrahmen das Ganze mit musikalischen Klängen.
Für die Organisation, die Dekoration, die Technik etc. sorgen weitere sehr engagierte Clubmitglieder und auch dies schon über viele Jahre hinweg.
Allen soll an dieser Stelle ein "Dankeschön" gesagt sein. Dank sei aber auch unseren vielen Fans aus Nah und Fern für ihre Treue. Besonders Danken wir unseren Sponsoren und Gönnern für ihre finanzielle und materielle Unterstützung.
"Räschen Helau !





